Barbaras Long Covid-Genesung

Dr. Martina Melzer, veröffentlicht: 12.4.26

 

Nach einem Infekt, der sehr wahrscheinlich Covid-19 war (sie steckte sich im Urlaub an), fühlte sich Barbara, eine Wissenschaftlerin, zunehmend schlapp und müde. Vor allem das Treppensteigen fiel ihr schwer. Sie ging zur Ärztin, die gab ihr Vitamin C- und B-Infusionen. Es ging etwas besser. Doch sie erholte sich nicht.


Es begann ein Auf und Ab. Nach einem „totalen Crash“ hatte sie einen hohen Puls, hohen Blutdruck, der Weg von der Couch zum Bad war „eine Herausforderung“, Irgendwann ging es wieder besser – bis zum nächsten Crash. Sie kam ins Krankenhaus. Wieder zu Hause organisierte ihr Mann ein Pflegebett.


Im Video-Interview erzählt die Wissenschaftlerin wie sie sich in vielen kleinen Schritten und mit vielen Aufs und Abs von Long Covid erholte und wieder gesund wurde:

 

Was Barbara nicht geholfen hat

  • Nahrungsergänzungsmittel (Liste von Prof. Scheibenbogen)
  • IHHT (war zu viel für ihren schwachen Körper)

Geholfen hat unter anderem:

  • Online-Betreuung durch das Long Covid-Institut in Rostock:
  • Dort brachte man ihr Pacing bei
  • Sie bekam Antihistaminika verordnet, einen Mastzell-Inhibitor, Prednisolon (nur bei Bedarf, war hilfreich gegen Crashs), Daosin (Enzym)
  • Die Selbsthilfegruppe hatte Gutes und nicht so Gutes, es gab dort aber Menschen, die wieder rauskamen, das war motivierend
  • Psychotherapie online für den Umgang mit ihren Ängsten (sie wusste, das war ein Hindernis, um weiterzukommen),
  • Der Glaube, andere Menschen beteten für Barbara, sie hat Verheißungen bekommen und Bibelverse (im Sinne von „Du wirst gesund werden“)
  • Barbara sagt: „Der ganze Genesungsweg war eine Sisyphus-Arbeit“, immer mit Aufs und Abs, sie musste alles in ganz kleinen Schritten machen, ganz langsam steigern, ob Bewegung, andere Aktivitäten oder Dinge, die ihr gut taten
  • Aufenthalt in einer Reha-Klinik am Bodensee brachte „Riesenfortschritte“, war aber anfangseine Herausforderung, sie bekam dort Mirtazapin für den Schlaf, Psychotherapie etc.
  • Reactive Programm Selbststudium-Variante plus einzelne Coachings
  • Sehr langsame Wiedereingliederung
  • Bücher: Jeff Rediger – Geheilt, Isa Grüber - Resilienz. Dein Körper zeigt dir den Weg , Lindsay Gibson – Kalte Kindheit (emotional unreife Eltern)
  • Psychologische Aspekte: Anderer Umgang mit Ängsten und Symptomen, Fortschritte feiern, das authentische Ich finden, sich zeigen
  • JournalSpeak war „nochmal ein Riesenschritt voran“ für den Umgang mit Emotionen, dem Nervensystem Sicherheit geben, dass da nichts passiert, wenn man etwas Unangenehmes fühlt
  • „Ein Gefühl von Sicherheit im Nervensystem etablieren, war rückblickend das Wichtigste“, sie sagte sich bei neuen Aktivitäten „etwas Ähnliches hast du neulich auch schon geschafft, das geht wieder, es ist sicher“

 

Barbara geht es wieder so gut wie früher – in mancher Hinsicht sogar besser, sagt sie. Sie arbeitet wieder Vollzeit, kann Sport machen, in den Urlaub fahren, sich in ihrer Kirche engagieren. Sie hat keinen Angst mehr vor einem Rückfall.


Barbaras Botschaft: „Wir brauchen Hoffnung, zum Beispiel durch den Glauben und Genesungsgeschichten, euer Gehirn kann umlernen, egal in welchem Alter, setzt euch nicht unter Druck, lasst euch Zeit“


Kontakt zu Barbara:


Schreib mir bitte eine Mail, die ich dann weiterleite

 

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